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Zahl des Monats 08/19

One Hot Minute

In diesem Artikel erfährst du, wie du in kürzester Zeit eine Geschäftsidee präsentierst.

Als es noch keine Crowdfunding-Plattformen und Startup-Events gab, hatten es junge Unternehmer schwer an Investoren heranzukommen, da die Entscheider in der Regel zuverlässig von ihren Assistenten abgeschirmt wurden. Die Fahrstuhlfahrt vom Erdgeschoss in die Chefetage der Wolkenkratzer an der Wall Street, war oft die einzige Gelegenheit ein paar Worte zu wechseln. Das klingt jetzt zwar wenig, um eine möglicherweise komplexe Technologie zu erklären, aber für das Geschäft dahinter sollten 60 Sekunden reichen. Sonst, so sagt man, hast du dein eigenes Geschäftsmodell noch r nicht zur Verkaufsreife gebracht. Tatsächlich entspricht die magische Grenze einer Fahrstuhlfahrt in das oberste Stockwerk des Empire State Buildings, die wir dir hiermit wärmstens empfehlen. Im hier eingefügten Video siehst du auch warum.

Heutzutage, mit dem zunehmenden Einsatz des Smartphones, sind beim Elevator-Pitch sogar bis zu 120 Sekunden definiert. Trotzdem solltest du dich für die ersten 60 Sekunden an diese Regeln halten, um beim Zuhörer nicht zu verlieren. Soweit so gut. Es gilt 60 Sekunden so zu gestalten, dass man positiv im Gedächtnis bleibt. Hier ein Beispiel, wie Simpel es tatsächlich sein sollte. Und darin besteht gerade die Schwierigkeit, wenn man tief im Thema steckt.

 

Haltet euch an die KISS-Regel.

Keep It Short & Simple! Denn jede überflüssige Information erfordert kostbare Hirnkapazitäten beim Zuhörer. Versetzt euch in seine Lage. In der Regel ist man im Fahrstuhl nämlich nicht darauf eingestellt aktiv zuzuhören, sondern mit den Gedanken bei sich. Seid also höflich und versucht euer Gegenüber zu unterhalten. Versucht einleuchtende Beispiele für eure zentralen Botschaften zu finden, die eure Idee bildhaft und emotional unterstreichen. An zweiter Stelle der Informationshierarchie stehen eure Kontaktdaten. Das klingt zwar unglaublich banal, aber daran sind bereits viele gute Ideen gescheitert. Denn auch wenn ihr mit eurer Idee überzeugt, hat niemand Lust länger als eine Minute nach euren Kontaktdaten zu recherchieren. Eure Visitenkarte sollte also selbstverständlich sein, denn um sich einen Namen zu merken, bedarf es einer aktiven Handlung eures Gegenübers, womit ihr bei einer Guerilla Aktion wie einem Elevator Pitch, viel zu hohe Anforderungen an eure Zielgruppe stellt. Falls ihr gemeinsame Kontakte habt, kann Name-Dropping eine gute Methode sein, um euch den Weg in das Ablagesystem des Großhirns zu bahnen. Denn dort werdet ihr zunächst anhand eurer Beziehungen und Rollen abgespeichert. Der Sohn vom Vater. Der Mann mit der Mutter. Der Kumpel vom Kollegen. Oder schlimmstenfalls einfach der Typ aus dem Fahrstuhl, der in keine vorhandene Kategorie passt.

 

Das Lehrgeld der Anderen, nicht noch einmal bezahlen.

In der Startup-Szene ist pitchen mittlerweile ein hoch gamifizierter Top-Skill, der in einer Reihe von Events regelrecht zelebriert wird. So z. B. kommende Woche beim Finale des Wettbewerbs Life´s a Pitch, bei dem ausschließlich nachhaltige Startups aus den Bereichen Environment, Life und Inclusion an den Start gehen. Bei einem Startup-Pitch, bekommt jedes Startup in der Regel >240 Sekunden Redezeit, je nach Art und Umfang des Events. Im Finale von Life’s a pitch, das ihr auf der IFA Next in Berlin am 7. September 2019 live erleben könnt, haben die Finalisten sogar 420 Sekunden Zeit, da ab einem gewissen Level auch Details zum tragen kommen, die nur bei einer aufmerksamen und geschulten Jury auf offene Ohren stoßen. Das ändert allerdings nichts an der goldenen 60 Sekunden-Regel, für eure Geschäftsidee. Die restliche Zeit wird in der Regel dafür verwendet, weitere Argumente für euch als Person oder die gesellschaftliche Relevanz anzuführen. Stellt euch vor, ihr seid als Investor bereits von einer Idee überzeugt. Was kommt dann? Welche Fragen schießen euch in den Kopf? Kann man dem Gründer vertrauen? Basiert die Idee auf Humankapital, das möglicherweise schwer zu rekrutieren ist? Software Entwickler z. B. oder Big-Data-Analysten. Um so wenige Fragezeichen wie möglich bei der Jury zu hinterlassen, solltet ihr die zusätzliche Zeit nicht mit theoretischen Details verschwenden. In der Regel werden Startup-Pitches auch visuell gestützt. Nutzt diese Möglichkeit und stärkt eure Performance mit einem einheitlichen Design und präsentiert das ganze Team. Denn in einer hoch digitalisierten Welt, macht der Mensch oft den Unterschied. Außerdem zeigt ihr damit Führungsqualitäten, die gerade bei jungen Gründern oft noch erlernt werden müssen.

 

Das konstruktive Feedback suchen.

Aus diesem Grund winkt dem Gewinner von „Life’s a pitch“ neben dem Preisgeld und einem IT-Endorsement, auch ein professionelles Coaching für 6 Monate. Netzwerkzugang, Feedback, Know-how und mediale Aufmerksamkeit sind ebenfalls sehr wertvolle Benefits, wofür die sich die Teilnahme an Wettbewerben in jedem Fall lohnt. Solltet ihr vor haben eure Idee in Wettbewerben zu pitchen, lohnt es sich in jedem Fall, sich auf jeden Fall erstmal von den anderen Teilnehmern zu lernen. Die entsprechenden Events zu besuchen, von den Gewinnern zu lernen und eure Visitenkarten zu verteilen. Wer weiß, vielleicht ergibt sich ja die Gelegenheit für ein paar Elevator-Pitches. Auch sehr wertvoll ist es, dass man sich das Feedback der Jury öffentlich anhören kann.

Folgende Wettbewerbe können wir hierzulande empfehlen: Life’s a pitch, Der Deutsche Innovationspreis, Start Green, der Businessplan-Wettbewerb BPW, der KfW Award, science4life Venture Cup, Gründerwettbewerb Digitale Innovationen.

Und natürlich der legendäre Pirate Summit, für die Freibeuter unter Euch, die sich auch in Gewässer vorwagen, die keinen Regeln folgen.

 

Du bist dein erster Fan.

Scheitern ist ein wichtiger Bestandteil eurer Lernkurve. Am Ende zählen nämlich auch eure Nehmerqualitäten. Just do it! Denn du bist dein erster Fan. Selbst wenn sich der wirtschaftliche Erfolg nicht sofort einstellt, steigt dein Erfahrungswissen. Und wenn du wieder aufstehst, hat sich dein Erfolgskompass automatisch neu kalibriert.

 

Aus Better-Practice wird Best-Practice.

Übrigens, die Startup-Szene ist klein und ein relativ eingeschworener Haufen, mit einem besonderen Mindset. So ist z. B. die Nutzung von Open Source und Knowledge-Sharing generell gern gesehen. Denkt immer daran: Auch erfolgreiche Unternehmen haben einmal klein angefangen und sind oft bereit, ihre Erfahrungen zu teilen. Auf diese Weise steigt das Niveau der gesamten Szene, die als Innovationsstandort in globaler Konkurrenz steht. Deshalb findet ihre auch viele Pitches öffentlich im Netz. Hier findet ihr z. B. die Pitch-Decks von mittlerweile erfolgreichen Unternehmen wie LinkedIn und Xing.

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Dana BolloffZahl des Monats 08/19
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